Der neuen Glücksspielvertrag 2020

Der neue deutsche Glücksspielvertrag für Deutschland

In Deutschland soll es ein neues Spielautomatengesetz, auch bekannt als Glücksspielvertrag, geben, dass 2021 in Kraft treten soll. Lange haben die deutschen Spieler darauf warten müssen, aber nun ist es endlich Zeit für mehr Spielerschutz und gefestigte Rechte. Die überarbeitete Version des nunmehr vierten Glücksspielvertrages soll offiziell am 1. Juli 2021 ratifiziert werden. Alle 16 deutschen Bundesländer haben bereits damit begonnen, über die letzten Änderungen zu diskutieren. Feststeht, dass sich einiges sowohl für Online-Casinos ändern wird, als auch für die Spieler selbst.

Ein Vertrag mit Geschichte

Es ist nicht der erste Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland. Bereits 2008 ist ein Gesetz namens Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland in Kraft getreten. Dieser beschäftigt sich mit dem materiellen Glücksspielrecht, um dort für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Einzelheiten des ursprünglichen Vertrages

Ursprünglich ging es dabei darum, vor allem dem Gesundheitsschutz zu fördern und die Liberalisierung von Glücksspielangeboten einzuschränken. Es sollte die Entstehung von Glücksspielsucht und Wettsucht verhindert werden. Außerdem sollten alle Voraussetzungen, die für eine wirksame Suchtbekämpfung nötig sind, in diesem Glücksspielvertrag geschaffen werden. Außerdem sollte das Glücksspielangebot begrenzt werden. Insbesondere sollte auch der Jugend und Spielerschutz hingesetzt berücksichtigt werden. Der natürliche Spieltrieb der Bevölkerung sollte erhalten bleiben, aber nicht auf unerlaubte Glücksspiele ausweichen dürfen. Auch sollten Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt werden.

Kritik am ursprünglichen Vertrag

2010 wurden dann die kritischen Stimmen immer lauter. Vor allen Dingen Betreiber von Spielotheken stellten sich gegen den Glücksspielvertrag und bezeichneten ihn als eine Wettbewerbsverzerrung. Außerdem würde es eine Ungleichbehandlung zwischen staatlichen Spielbanken und gewerblichen Casinos geben. Viele Spielotheken rutschten damals in die roten Zahlen, was vorrangig an den abschreckenden Ausweiskontrollen lag. Daraufhin lief der bis dahin bestehende erste Glücksspielvertrag bis Ende Dezember 2011 ohne eine Verlängerung aus.

Der lange Weg zum endgültigen Glücksspielvertrag

2012 kann man eine vorläufige Version des Glücksspielstaatsvertrages heraus. Jedoch beteiligten sich nicht alle Bundesländer an dessen Umsetzung. Eine dritte Version folgte 2018 doch, doch auch hier scheiterte ihre Umsetzung an der Ratifikation der einzelnen Bundesländer. 2020 einigten sich nun endlich alle 16 deutschen Bundesländer auf eine Neuausfertigung des Glücksspielvertrages. Demnach werden nun offiziell alle bisher illegalen Glücksspiele im Internet legalisiert. Betroffen sind davon Online-Poker, Online-Roulette und jegliche Online-Casinos und Automatenspiele. Auch Tischspiele und Live-Casinos sind von nun an offiziell in Deutschland legal. Damit geben die deutschen Behörden endlich den langjährigen Forderungen der Bürger nach. Sie haben endlich eingesehen, dass sie ruhig etwas erlauben können was sowieso nicht zu verhindern ist. Außerdem hat man eingesehen, dass die staatlichen Mehreinnahmen durch legales Glücksspiel deutlich höher sind, als wenn man auf sie wegen eines Glücksspielverbot verzichten müsste.

Wozu braucht man eine Glücksspiellizenz in Deutschland?

Bei der Auswahl Ihres Online-Casinos ist es immens wichtig, dass Sie darauf achten, zukünftig nur in Online Casinos zu spielen, die in Deutschland anerkannt wurden. Offiziell ist nun nämlich auch das Glücksspiel in Deutschland mit der Ratifizierung des Glücksspielvertrages anerkannt. Das bedeutet, dass die Online-Casinos, insofern sie ist dann wollen, eine deutsche Lizenz erwerben können. Bisher sind die meisten Online Casinos in den Staaten Curacao oder Malta legalisiert und lizenziert. Für das jeweilige Online-Casino bedeutet das, dass es einzig und allein diesem Land Rechenschaft schuldig ist. Es unterliegt also nur der Kontrolle der Landesbehörde und der Regulierung des Staates, in dem es seine Lizenz erhalten hat. Und auch wenn die maltesische Glücksspiellizenz dem europäischen Recht untersteht, unterscheidet sich dieses doch sehr von deutschem Recht.

Was bedeutet das für die Online Casinos

Alle online Casinos, die in Deutschland eine Lizenz erwerben wollen, werden Ihre Nutzungsbedingungen ändern müssen. Sie müssen an deutsches Recht und an den deutschen gültigen Verbraucherschutz angepasst werden. Damit entfallen viele bisher gültige Klauseln. Sie als Spieler sollten darauf achten, nur in deutschen Online Casinos zu spielen, weil sie persönlich deutlich mehr Rechte genießen. Der deutsche Staat achtet mit seinem Glücksspiel Vertrag sehr darauf, die Rechte der Gamer zu schützen. Sollte es also jemals zu Unstimmigkeiten bei einer Auszahlung oder bezüglich der Spielbedingungen geben, wird das deutsche Rechtssystem sehr wahrscheinlich zugunsten des Spielers entscheiden.

Dies bedeutet einen ungeheuren Mehraufwand für alle online Casinos. Sie müssen nicht nur ihre Geschäftsbedingungen überarbeiten, ihre Promotionen und Angebote nach den deutschen Richtlinien ausrichten, sondern auch viel schneller eine Auszahlung ermöglichen. Das hört sich nach einem Mehraufwand an, der sich für die Online-Casinos kaum als profitabel erweisen wird. Möchten Sie aber ihre deutschen Stammkunden behalten, so werden Sie kaum um eine deutsche Glücksspiellizenz herumkommen. Daher ist es wichtig, dass die Online-Casinos sich schnellstmöglich um eine Lizenz bewerben.

Was wird sich mit dem Glücksspielvertrag für den Spieler ändern?

Die Auswahl der Online-Casinos

Zunächst einmal wird sich die Auswahl an Online Casinos, die dem Spieler zur Verfügung stehen, aufgrund des Glücksspiel Vertrages drastisch einschränken. Der mit der Legalisierung von einem Casino in Deutschland ist es gleichzeitig allen anderen Online-Casinos verboten, sich an deutsche Spieler zu wenden, wenn Sie über keine Lizenz verfügen. Das bedeutet, dass im Ausland sitzende Anbieter von Online Casinos weder ein Kundenkonto für deutsche Spieler eröffnen noch den momentanen Betrag im Kundenkonto auszahlen dürfen. Spieler sollten daher rechtzeitig ihren Gewinn sichern. Außerdem wird die Werbung für Glücksspielangebote drastisch eingeschränkt werden. Zusätzlich soll eine rechtliche Strafverfolgung von Online-Casinos, die diesen Bestimmungen zuwiderhandeln, international möglich sein.

Einzahlungslimits

Zur Prävention von Glücksspielsucht wird mit dem neuen Glücksspielvertrag das Einzahlungslimit pro Monat auf 1000 € reduziert werden. Hinzu kommt, dass eine Aufsichtskommission gegründet wurde, die eine nationale Spielerkartei erstellt. Alle Casinos, die in Deutschland lizensiert sind, müssen vor dieser Spielerkartei Rechenschaft ablegen. Dazu gehört, dass sie genau angeben, welcher Spieler wann wie viel Geld eingezahlt und abgehoben hat. Daher weiß diese Aufsichtskommission, wann ein Spieler das monatliche Limit von 1000 € erreicht hat. Spieler können also nicht in mehreren verschiedenen Online-Casinos gleichzeitig 1000 € auf Ihr Kundenkonto innerhalb eines Monats laden. Wer mehr monatlich im Online-Casino spielen möchte, der kann das in anderen Online-Casinos tun, die nicht in Deutschland lizensiert sind und demzufolge auch keiner Kontrollkommission unterstehen. Denken Sie aber daran, dass Ihre Einsätze und Gewinne dort bei Weitem nicht so sicher sind, wie bei einem in Deutschland anerkannten Casino.

Änderungen bei den Spielmaschinen

Auch für die Liebhaber der Slotgames ändert sich so einiges. Denn hier wird zur Prävention der Spielsucht der Maximalbetrag von 1 € pro Spin eingeführt. Das bedeutet für Sie, dass eben nicht mehr so viele Paylines möglich sind, wie Sie gerne hätten. Außerdem reduzieren sich neben dem geringeren Risiko durch den kleineren Maximalbetrag aber auch die möglichen Gewinne für den Spieler.

Verantwortungsvolles Spielen mit dem Glücksspielvertrag

Zur weiteren Prävention von Spielsucht hat das deutsche Gesetz beschlossen, dass die bisher empfohlenen Regeln für Verantwortliches Spielen nun obligatorisch sein sollen. Das bedeutet, dass jeder Spieler fortan in einem deutschen Online-Casino die Chance hat, ein persönliches Einzahlungslimit festzulegen, die Spielzeit zu limitieren, genauso wie Auszahlungen zu beschränken und bestimmte Spiele zu sperren. Außerdem werden Hinweise und Verweise zu Online-Kursen und Hilfen zu bereits bestehender Spielsucht auf der Webseite des Online-Casinos ebenfalls obligatorisch. Spieler, die potenziell mittlerweile als gefährdet gelten, sollen in eine sperr Kartei aufgenommen werden. Damit bestrebt man zu verhindern, dass sie sich in einem anderen Online Casino anmelden.

Weniger Zahlungsmöglichkeiten

Weil verhindert werden soll, dass sich Spieler in Online Casinos anmelden können, die keine deutsche Lizenz besitzen, hat das deutsche Rechtssystem auch verschiedenen Finanzinstituten den Kampf angesagt. Sie wurden Zahlungsdienstleister wie PayPal, VISA, Mastercard und andere dazu aufgefordert, Zahlungen an illegale Betreiber zu untersagen. Mittlerweile hat sich Paypal bereits nach Anordnung des niedersächsischen Innenministeriums von den Wettanbietern und Online-Casinos zurückgezogen. Auch VISA hat bereits die ersten Schritte eingeleitet, keine Überweisungen mehr vorzunehmen, die den deutschen Glücksspielmarkt betreffen. In Zukunft werden also andere Unternehmen eventuell an ihre Stelle treten oder die Auswahl wird deutlich geringer werden.

Weitere mögliche Änderungen

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wird noch über zusätzliche Änderungen diskutiert. Auch bei diesen besteht die Prävention von Spielsucht an oberster Stelle. Die einzelnen Bundesländer beraten darüber, ob sie eine maximale Spielzeit von 10 Stunden pro Woche einführen möchten. Dies würde bedeuten, dass die Online-Casinos, die eine deutsche Lizenz erwerben möchten, auch über ein spezielles Programm zur individuellen Zeiterfassung benötigen. Inwiefern diese Idee umsetzbar ist, ist noch sehr fraglich. Sollte bis Dezember kein solches Programm gefunden werden, wird diese Klausel wahrscheinlich nicht mit in den Vertrag aufgenommen.

Fazit und Kritik am Glücksspielvertrag

Grundsätzlich ist also die Legalisierung von Online Casinos in Deutschland durchaus zu befürworten. Nicht nur der Fiskus und der Steuerzahler haben von dem neuen Glücksspielvertrag einen großen Vorteil, sondern auch die deutschen Spieler, die nun deutlich mehr Rechte genießen. Außerdem ist die Verbesserung des Spieler- und Jugendschutzgesetzes sehr begrüßenswert. Denn nun werden deutsche Spieler nicht mehr zwangsläufig in die Illegalität getrieben, sie haben nun die Möglichkeit, legal in einem deutschen Online Casino zu spielen.

Kritisch zu betrachten ist die geplante Sperrdatei für gefährdete Spieler. Genauso kritisch ist auch das Einzahlungslimit von 1000 € zu sehen. Denn wenn ein Spieler bereits bei einem bestimmten Online-Casino einen Betrag gesetzt aber noch nicht verbraucht hat, so kann er sich theoretisch nicht bei einem anderen Online Casino anmelden. Hier gibt es noch großen Bedarf, den Glücksspielvertrag noch einmal vor der Ratifizierung zu bearbeiten.

 

 

 

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